Umstieg von Blackboard auf Moodle

Die Ruhr-Universität Bochum hat beschlossen, zukünftig nur noch eine Lernplattform an der RUB anzubieten und dabei auf Moodle zu setzen. Sie soll die bisher hauptsächlich, seit ca. 15 Jahren, an der RUB genutzte Plattform Blackboard, ablösen.

Moodle ist bereits seit sieben Jahren parallel zur Lernplattform Blackboard, die seit dem Jahr 2000 an der RUB betrieben wird, im Einsatz. Es besteht ausreichend Erfahrung und Expertise, um Lehrende und Studierende bei der Nutzung zu unterstützen. Im WiSe 2016/17 werden bereits 1521 Moodle-Kurse eingesetzt, im Vergleich zu 975 Blackboard-Kursen.

Moodle ist eine in Australien entwickelte Open-Source-Plattform, die internationale Verbreitung hat. Sie kann inzwischen in punkto Funktionsumfang das Gleiche wie Blackboard anbieten und wird durch eine breite Entwickler-Community stetig und zügig weiterentwickelt.

So können z.B. Dateien praktisch per Drag and Drop in einen Kurs gezogen, Datenbanken oder Glossare auch von Studierenden bearbeitet und erstellt, Etherpad oder Gamification-Elemente integriert oder Peer-Review-Verfahren genutzt werden. Auch das Einbinden von diversen mathematischen Aufgabentypen ist mit einem Moodle-Plug-In für Maxima und der Verwendung von LaTeX unkompliziert möglich.

 

Die Hauptgründe für die Fortführung von Moodle als alleiniger Lernplattform sind:

  • Mit Blackboard vergleichbarer und darüber hinausgehender Funktionsumfang
  • Erweiter- und anpassbar, das es sich bei Moodle um Open-Source-Software handelt
  • Meist verbreitete Plattform an deutschsprachigen Hochschulen (inklusive der UA-Ruhr), auch an Schulen
  • Reduzierung des Aufwands durch das Anbieten einer einzigen Lernplattform
  • Keine Lizenzierungskosten bei Moodle
  • Die Weiterentwicklung und Updates von Blackboard sind nur auf Grundlage von Cloud-Technologien möglich. Dies stellt derzeit ein erhebliches datenschutzrechtliches Hindernis dar und erschwert daher ein fortgesetztes Betreiben von Blackboard.

     

Inzwischen sind bereits eine Vielzahl von Blackboard-Nutzer/innen auf Moodle „umgezogen“. Insbesondere für umfangreiche Kurse bieten wir von RUBeL und IT.Services Unterstützung und Hilfe an. Aber auch Einführungen und Schulungen zu Moodle sollen den Umstieg erleichtern.

Blackboard enthält das Tool SafeAssign zur Überprüfung von Texten auf Plagiate. Eine vergleichbare Möglichkeit bietet Moodle nicht. Bei Bedarf an einer Software-Lösung zur Plagiatserkennung sollten Sie die Anforderungen und die geplante bzw. bisherige Nutzung in einem Schreiben an rubel@rub.de darstellen.

Umstiegs-Zeitplan:

SoSe 2017: Letztmalig ist es im Sommersemester 2017 möglich einen Blackboard-Kurs zu beantragen und eine Lehrveranstaltung mit Blackboard zu begleiten.

WiSe 2017/18:  Es ist nicht mehr möglich Blackboard-Kurse zu beantragen. Auf bestehende Kurse kann weiterhin, sowohl von Studierenden als auch von Lehrenden, zugegriffen werden.

SoSe 2018 (31.3.2018): Blackboard geht offline.

 

Umstiegs-Empfehlungen

  • Haben Sie nur wenige Dateien in Ihrem Blackboard-Kurs, können Sie diese sehr einfach in Ihren neuen Moodle-Kurs per Drag and Drop hochladen.

Weitere Infos im Moodle-Anleitungsportal: https://www.rubel.rub.de/moodleoffensive/anleitungen

 

  • Besuchen Sie eine Moodle-Kurzeinführung oder eine Kurzeinführung zum Wechsel von Blackboard zu Moodle. Diese werden regelmäßig angeboten:

https://www.rubel.rub.de/kurzeinfuehrungen

 

  • Nehmen Sie eine individuelle Beratung beim RUBeL-Team in Anspruch:

https://www.rubel.rub.de/moodle

 

  • Ist Ihr Kurs sehr umfangreich und enthält außerdem viele Tests, können Sie von einer teilautomatischen Konvertierung Ihres Kurses profitieren. Wenden Sie sich dazu an das RUBeL-Team.

https://www.rubel.rub.de/moodle

 

Technischer Support: moodle@rub.de, Tel.: 0234-32-22111

 

Beratung und Schulung:

Ralf Otto

Kathrin Braungardt

E-Mail: rubel@rub.de

 

Infos zu Moodle: http://rubel.rub.de/moodle

Infos zur Sicherung von Dateien aus Blackboard: https://www.rubel.rub.de/blackboard/blackboard-fuer-lehrende