Hintergrund des Projekts

Das Land Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren unterschiedliche E-Learning-Projekte an den öffentlichen Hochschulen des Landes gefördert. Der Schwerpunkt lag dabei auf Vorhaben mit hochschulübergreifendem Fokus, die z.T. auch von mehreren Hochschulen gemeinsam getragen wurden, so beispielsweise die Projekte eAssessment NRW, eLearning NRW und Studiport.

Die landesgeförderten Vorhaben existierten in der Vergangenheit weitgehend unabhängig voneinander. Zwar waren in allen Fällen die Hochschulen des Landes NRW Adressatinnen der Projekte und als Fördermittelgeber fungierte stets das Wissenschaftsministerium des Landes. Dennoch gab es weder einen institutionalisierten Austausch noch eine gemeinsame Governance oder eine gemeinsame Außendarstellung der Projekte. Aus Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer an den Hochschulen war bzw. ist dieser Zustand nicht zufriedenstellend: So müssen beispielsweise Lehrende, die sich für E-Learning interessieren, über unterschiedliche, unverbundene Internetseiten die Gesamtheit der an sie gerichteten Angebote selbst finden. Zudem werden mögliche Synergieeffekte – beispielsweise bei der Weiterqualifizierung oder der Bereitstellung von Inhalten – bisher kaum genutzt.

Ende des Jahres 2016 wurde die Digitale Hochschule NRW (DH-NRW) mit dem übergeordneten Ziel gegründet, die digitalisierungsbezogenen Aktivitäten der NRW-Hochschulen in Studium und Lehre, Forschung und Kunst sowie Infrastruktur und Management zu vernetzen, zu koordinieren und zu fördern. Damit war auch der Weg beschritten, die landesgeförderten E-Learning-Projekte in NRW unter dem Dach der DH-NRW stärker miteinander zu verbinden. Dies findet seinen Ausdruck im ersten Positionspapier der DH-NRW vom März 2018, das im Dialog zwischen ihren Mitgliedern (42 Hochschulen des Landes NRW und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen – kurz: MKW) entstanden ist. Die bisherigen landesgeförderten Aktivitäten für Studium und Lehre sollen diesem Papier zufolge in einem landesweiten Portal gebündelt und dort um weitere Angebote ergänzt werden. So heißt es dort:

Es wird ein landesweites hochschulübergreifendes Online-Portal zu Studium und Lehre geschaffen, das durch eine gemeinsame Infrastruktur unterstützt wird. In dieses landesweite Online-Portal werden bestehende Portale, wie z.B. Studiport, eingebunden und neue Systeme (…) für einen hochschulübergreifenden Zugriff integriert. Diese hybride Infrastruktur wird aus zentralen und dezentralen Elementen bestehen. Dabei wird zudem sichergestellt, dass ein medienbruchfreier Zugriff aus lokalen Lern-Management-Systemen an den Hochschulen möglich ist. Dezentrale Entwicklungen und Nutzung werden durch eine eigene Förderlinie unterstützt.“

Ausgehend von diesem Positionspapier und nach weitergehenden Diskussionen u.a. in den NRW-AGs der Prorektor/innen und Vizepräsident/innen für Lehre sowie im Programmausschuss der DH-NRW fasst der Vorstand der DH-NRW am 07.06.2018 den Beschluss, ein Konsortium aus Ruhr-Universität Bochum (Konsortialführung), RWTH Aachen, Hochschule Bochum und Fachhochschule Aachen mit der Erarbeitung eines Umsetzungskonzepts zu beauftragen.

Als Arbeitstitel für das Portal hat das Konsortium den Namen „Heureka“ gewählt. Mit der Bedeutung „Ich habe (es) gefunden“ ist der Name sowohl geeignet, das erfolgreiche Ergebnis einer Suche zu markieren (z.B. von konkretem Lehr-Lernmaterial im Portal), als auch den Eintritt einer Erkenntnis (die mithilfe des Materials aus dem Portal erlangt wurde). Da der auf Archimedes zurückgeführte Ausruf „Heureka“ vor allem auch für das Erlangen einer geistigen bzw. wissenschaftlichen Erkenntnis Verwendung gefunden hat, scheint er für die Bezeichnung eines Hochschulportals treffend.

Weitere Informationen:

Dr. Peter Salden
Leiter des Zentrums für Wissenschaftsdidaktik
  1. +49 234 32 22770
  1. SH 1/141

Mehr zur Person

Bianca Morales García
  1. +49 234 32 25997
  1. FNO 02/37

Kooperationspartner

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