Bestehende Vorarbeiten

Das Vorprojekt für ein Landesportal kann an unterschiedliche Vorarbeiten anschließen, die in NRW und außerhalb von NRW geleistet wurden. Solche Vorarbeiten bzw. Voraussetzungen sind zunächst durch die schon bestehenden Strukturen in NRW gegeben (z.B. Inhalte des Studiports, Schulungsangebote von E-Learning NRW) sowie durch Vorüberlegungen für neue landesgeförderte Projekte (z.B. inhaltliche Skizze für einen Content-Marktplatz durch eine hochschulübergreifende Arbeitsgemeinschaft im Jahr 2017).

Hiervon ausgehend wurden im Frühjahr 2018 erste Überlegungen zur möglichen technischen Struktur eines Landesportals sowie zu seinem Zusammenhang mit Content-Marktplatz und Studiport angestellt. Im Mittelpunkt der Überlegungen stand ein Portal, das sich in einen Bereich für Lehrende (u.a. Content-Marktplatz) und einen für Studierende (u.a. Studiport) gliedert. Dabei wurde ein hybrides System zentraler und dezentraler Ablageorte (Repositorien) angedacht, das aus unterschiedlichen Quellen gespeist werden könnte und über die lokalen LMS zugänglich ist. Das Landesportal wäre demzufolge eine Struktur aus zentralen und dezentralen Elementen, durch die ein medienbruchfreier Zugriff auf alle Inhalte möglich wäre. Hierzu würden dann – im Sinne der anvisierten integrativen Lösung – die Ergebnisse und Angebote aller thematisch einschlägigen Landesprojekte gehören (Content-Marktplatz, Studiport, Produkte von eAssessment NRW, Schulungsangebote von E-Learning NRW usw).

Über die im Land selbst bestehenden Vorarbeiten und Überlegungen hinaus kann für das Vorprojekt auf Erfahrungen anderer Bundesländer mit zwar anders ausgerichteten, aber doch in mancherlei Hinsicht ähnlichen Projekten zurückgegriffen werden (z.B. Hamburg Open Online University, Virtuelle Hochschule Bayern). Ebenso liegen jüngere Studien oder Befragungen zur Mediennutzung im Hochschulbereich vor. Bedeutsam ist auch die im Mai 2018 veröffentlichte „Machbarkeitsstudie für eine (inter-)nationale Plattform für die Hochschullehre“ zu, die im Auftrag des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) erarbeitet wurde und auf Bundesebene Fragen diskutiert, die sich auch für das Landesportal stellen.

So wurden in dieser Machbarkeitsstudie zwei Varianten (A und B) herausgearbeitet. Aus nordrhein-westfälischer Perspektive beschreibt die Variante A in etwa das, was mit dem Content-Marktplatz anvisiert ist, mit der Variante B wiederum in vielerlei Hinsicht die in Form des Studiports bereits bestehende Lösung. Indem die HFD-Studie die Verbindung beider Varianten in einem einzigen Portal empfiehlt, kommt sie recht exakt zu der Lösung, die sich in NRW mit dem Landesportal bereits in Erarbeitung befindet. Dass somit auf Bundes- und Landesebene ähnliche Modelle in der Diskussion stehen, ist als wichtige Randbedingung für das hier skizzierte Projekt zu werten und in dem Sinne zu bedenken, dass beide Systeme aneinander anschlussfähig sein sollten (sofern eine Bundeslösung zur Umsetzung kommt).

Weitere Informationen:

Dr. Peter Salden
Leiter des Zentrums für Wissenschaftsdidaktik
  1. +49 234 32 22770
  1. SH 1/141

Mehr zur Person

Bianca Morales García
  1. +49 234 32 25997
  1. FNO 02/37

Kooperationspartner

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