Klärung inhaltlicher Einzelfragen

Aus der in NRW bereits bestehenden oder geplanten E-Learning-Infrastruktur sowie aus den bisher angestellten Vorüberlegungen ergibt sich eine Reihe inhaltlicher Einzelfragen, die es im Vorprojekt zu bearbeiten gilt.

  • Einbindung des Studiports: Der Studiport ist in NRW aktuell die umfangreichste hochschulübergreifende Plattform, auf der qualitätsgesicherter Online-Content für Studierende und Lehrende bereitgestellt wird. Das Material aus diesem Online-Portal wird damit ein wesentlicher Baustein des neuen Landesportals sein. In inhaltlicher Hinsicht ist u.a. zu klären, wie Material des Studiports auf dem Landesportal platziert werden und ob es Teil des Content-Marktplatzes sein kann.
  • Kuratierung und Qualitätssicherung von Material: Unter anderem anhand des Studiport-Materials wird exemplarisch zu klären sein, wie zukünftig qualitätsgesichertes Material in das Portal eingebunden werden soll bzw. wie bei der Integration neuer Inhalte deren Qualität sichergestellt werden kann. So wäre beispielsweise denkbar, für die Auswahl und Zusammenstellung (Kuratierung) von Material fachkompetente Beiräte (z.B. zu Ingenieurwissenschaften usw.) einzusetzen.
  • Einbindung des Content-Marktplatzes: Mit dem parallel zum Landesportal zu konzipierenden Content-Marktplatz wird ein zweiter zentraler Baustein des Landesportals erarbeitet. Auch hier ist zu klären, wie das Angebot auf dem Portal eingebunden werden soll. Damit wird zugleich geklärt, wie im Landesportal mit frei verfügbaren und frei veränderbaren Lehr-Lernmaterialien verfahren werden soll. Diese Fragen werden zu einem großen Teil vom Konsortium um die Universität Duisburg-Essen im separaten Vorprojekt bearbeitet werden, die Lösungen bedürfen aber der Abstimmung mit dem Vorprojekt „Landesportal“.
  • Einbindung von Beratungsangeboten: Es ist zu klären, ob im Zusammenhang mit dem Landesportal NRW-zentrale Beratungs- und Supportangebote umgesetzt werden sollen, um beispielsweise kleine Hochschulen bei der Verbesserung des Supports für ihr Lern-Management-System zu unterstützen oder eine übergreifende rechtliche Beratung für lehrbezogene Themen zu etablieren.
  • Verbindung mit E-Learning NRW: Über das Projekt E-Learning NRW besteht ein landesspezifisches Fortbildungsangebot. Zu klären ist, wie dieses Angebot im Portal sichtbar gemacht werden kann und ob z.B. eine Anbindung des Anmeldeverfahrens möglich ist. Zu klären ist zudem, wie die Portal-Angebote (z.B. der Content-Marktplatz und Inhalte wie die des Studiports) in das Fortbildungsangebot integriert werden können. Hierfür kann auf Erfahrungen aus dem Studiport-Projekt zurückgegriffen werden.
  • Hochschuldidaktische Angebote: Ein wichtiges Anliegen im Zusammenhang mit der Nutzung des Landesportals ist die sinnvolle hochschuldidaktische Integration der digitalen Medien in die Präsenzlehre. Dies könnte u.a. mithilfe von Informationsmaterial und Praxisbeispielen (z.B. von den Digitalen Fellowships) befördert werden. Für die Bearbeitung dieser Aufgabe ist die Rücksprache mit den hochschuldidaktischen Netzwerken in NRW ein wichtiger Aspekt.
  • Einbindung von Förderprogrammen: Auch für Förderangebote wie die vom Land Nordrhein-Westfalen finanzierten Fellowships, sowie zukünftig die im Zuge des Content-Marktplatzes angedachten Förderungen, stellt sich die Frage, ob und ggf. wie diese mithilfe des Portals sichtbar gemacht werden können.
  • Hybride Infrastruktur: Zu klären sind Umsetzungsfragen in Bezug auf die geplante hybride Infrastruktur (z.B. Zusammenspiel zentraler und dezentraler Repositorien, medienbruchfreier Zugriff). Ein Teil dieser Aufgabe wird voraussichtlich im Rahmen des Vorprojekts Content-Marktplatz mitbearbeitet werden.
Dr. Peter Salden
Leiter des Zentrums für Wissenschaftsdidaktik
  1. +49 234 32 22770
  1. SH 1/141

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